Unterbringung
Es folgen einige Hinweise zur Unterbringung unserer Weißbauchigel
Unsere Damen schlafen in 2 Terrarien der Größe 120x60x60. Das obere Terrarium kann leicht mit einer Platte separiert werden. So können wir auch mal einen kranken Igel von der Gruppe trennen. Wichtig ist, dass der Boden des Terrariums gut versiegelt wird. Dafür kann man speichelfesten Kinderspielzeuglack oder Epoxidharz verwenden. Auch die Häuschen schützt man so vor Urin und Kot. Klebstoff hat im Terrarium nichts zu suchen. Durch die darin herrschende Wärme könnte es zu schädlichen Ausdünstungen kommen. Ausreichende Wärme (tagsüber zwischen 24 und 26 Grad Celsius, nachts nicht unter 20 Grad Celsius) erzeugt man gut über Infrarotlampen. Die Wattstärke wird nach der Größe des Terrariums gewählt. Wir haben im oberen Terrarium eine 75 Watt-Lampe hängen, im unteren (wegen der Fußkälte) 100 Watt. Empfehlenswert sind programmierbare Zeitschaltuhren. Außerdem sollten die Terrarien mit Thermometern ausgestattet sein, um die Temperatur kontrollieren zu können. Diese Thermometer bringt man an der schattigsten Stelle des Terrariums an.
Abends genießen alle Igel, bis auf Stella, freien Auslauf in unserem Wohnzimmer. Hier gibt es immer recht viel zu erkunden. Dieser Auslauf ist sehr wichtig für die Igel, die in der freien Natur jede Nacht mehrere Kilometer auf der Suche nach Futter zurücklegen.
Als Einstreu verwenden wir normales Kleintierstreu. Je nach Lust und Laune variiert das Überstreu. Im Fachhandel gibt es mehrere Sorten und wir gönnen unseren Igeln immer mal eine andere. Schließlich möchten wir ihnen die Zeit im Terrarium so interessant wie möglich gestalten. Aus diesem Grund wechseln wir auch die Deko der Terrarien häufig.
Als Deko eignen sich zum Beispiel: Steine, die sturzsicher im Terrarium stehen, Weidenbrücken und Korkröhren, die zum Klettern und Verstecken einladen. Es sollten genügend Schlafmöglichkeiten bereitstehen. Bei uns haben sich Kuschelsäcke sehr bewährt. Dort finden wir meist alle Igel auf einem Haufen. Aber auch wenn sie meist gemeinsam schlafen, sollten genügend weitere Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Wir stellen unseren Tieren Stroh und No-Smell zur Polsterung ihrer Häuschen zur Verfügung. Dies tun sie meist selbst. Heiß begehrt ist ein Laufrad, welches wir ihnen beim Auslauf oder auch mal im Terrarium zur Verfügung stellen. Dieses wird sehr gern benutzt, wir begrenzen aber die Laufzeiten um stereotypem Laufen entgegenzuwirken. Der Durchmesser des Laufrades sollte 30 cm nicht unterschreiten, damit sich die Tierchen keine Rückenleiden zuziehen. Wir benutzen ein Metalllaufrad, welches mit einem roten Juteband überzogen ist. Dieses Band kann man problemlos waschen. Bewährt haben sich auch Kunststoff- und Holzlaufräder (diese sollte man wieder gut gegen Kot und Urin schützen)
Natürlich ist jedes Terrarium mit einem Wassernapf ausgestattet. Wir haben Näpfe gewählt, die man leicht erhöht an der Wand festschrauben kann. So wird das Wasser nicht so sehr durch Einstreu verunreinigt. Viele Tiere trinken auch aus Nippelflaschen, bei uns tun dies jedoch nicht alle. Welche Möglichkeit man auch nimmt: es ist darauf zu achten, das die Näpfe nicht umgestoßen werden können. Kurze Anmerkung zur Fütterung: Katzenfutter verteilen wir im gesamten Terrarium auf dem Boden und bedecken es ein wenig mit Einstreu. So müssen unsere Tiere ihr Futter ein bißchen suchen.
Sandbäder vervollständigen die Einrichtung unserer Terrarien. Wir verwenden flache Auflaufformen, welche wir mit Kinderspielsand füllen. Diesen trocknen wir vorher 30 – 45 Minuten bei 180 Grad im Backofen. In diesen Sandbädern „sandeln“ einige unserer Igel sehr gern. Sie halten allerdings auch als Toilette her. Manche Igel benutzen Kleintiertoiletten, welche man mit Holzpelletts oder Kinderspielsand füllt. WICHTIG: Kein Katzenstreu verwenden. Dies kann bei Aufnahme im Körper zu schweren Verätzungen führen.
Für alle, die gern basteln: viele Igelhalter haben ihre Terrarien selbst gebaut. So kann man eigene Wünsche am besten umsetzen und die Terrarien fügen sich als Blickfang gut in die übrige Einrichtung ein. Auch Schränke kann man prima zum Terrarium umfunktionieren.
Es folgen einige Bilder unserer Terrarien. Zur Zeit ist ein kleiner Bereich separiert, weil dort unsere Nachzucht wohnt, die in wenigen Tagen abgegeben wird. Es handelt sich hierbei um 3 Terrarien, die jedoch über Durchgänge miteinander verbunden sind.
Um den Tieren zu ermöglichen, das Terrarium selbstständig zu begehen oder zu verlassen, überbrücken wir unten mit einer Weidenbrücke.
Und hier wohnen die Jungs: